Fassade streichen oder sanieren? Der Fassaden-Check für Braunschweig

Fassaden-Ratgeber für Braunschweig und Region

Fassade streichen oder sanieren?

Der Braunschweiger Fassaden-Check vom Malermeister: Woran Sie erkennen, ob ein neuer Anstrich reicht, ob der Putz saniert werden muss oder ob Dämmung, Förderung und GEG genauer geprüft werden sollten.

Stand: April 2026 Für Eigenheime, Altbau und Gewerbe Mit digitaler Fassaden-Ampel

Die Fassade ist fleckig, grünlich, rissig oder wirkt einfach in die Jahre gekommen. Viele Hauseigentümer stellen sich dann dieselbe Frage: Reicht ein neuer Fassadenanstrich oder muss die Fassade saniert werden?

Genau an diesem Punkt passieren teure Fehlentscheidungen. Denn eine Fassade ist nicht nur eine schöne Außenhaut. Sie schützt das Gebäude vor Regen, Frost, UV-Strahlung, Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und Schmutz. Wer nur neue Farbe aufträgt, obwohl der Untergrund kreidet, Risse arbeitet oder Feuchtigkeit im Sockel steckt, verschiebt das Problem oft nur.

Als familiengeführter Meisterbetrieb in Braunschweig prüft Schneider Malerbetrieb Fassaden deshalb nicht nur nach Optik, sondern nach Untergrund, Schadensbild, Lage, Material, Beschichtungssystem und Sanierungsziel. Dieser Ratgeber zeigt, worauf es ankommt, wann Streichen genügt, wann eine Sanierung sinnvoll ist und wann auch Dämmung, GEG oder Förderung geprüft werden sollten.

Direkte Orientierung: Wenn die Fassade nur verschmutzt ist, kann Reinigung plus neuer Anstrich reichen. Wenn Putz abplatzt, Risse tiefer werden, die Oberfläche kreidet oder der Sockel dauerhaft feucht ist, braucht es vor dem Anstrich eine fachliche Diagnose. Für die sichere Einschätzung bietet Schneider Malerbetrieb den Fassadenanstrich & Werterhalt in Braunschweig inklusive Untergrundprüfung und Beratung an.

Inhaltsverzeichnis

Die wichtigste Regel: Farbe löst keine Untergrundprobleme

Ein Fassadenanstrich ist nur so gut wie der Untergrund darunter. Deshalb beginnt ein fachgerechter Fassadenanstrich nicht mit dem Farbton, sondern mit der Frage:

Ist die Fassade tragfähig, trocken, sauber, rissarm und passend vorbereitet?

Wenn der Untergrund stark saugt, kreidet, sandet, verschmutzt oder lose Altbeschichtungen trägt, kann selbst eine hochwertige Fassadenfarbe nicht dauerhaft funktionieren. Brillux beschreibt deshalb die Reihenfolge klar: erst die Voraussetzungen prüfen, dann mit der passenden Grundierung arbeiten. Grundierungen können unter anderem Saugfähigkeit angleichen, Haftung verbessern und leicht sandende Oberflächen verfestigen. Mehr zur Untergrundprüfung und Grundierung bei Brillux.

Für Eigentümer heißt das: Der sichtbare Schaden ist oft nur das Symptom. Die entscheidende Frage lautet nicht nur, wie die Fassade aussieht, sondern warum sie so aussieht.

Die 7 Profi-Prüfungen vor einem Fassadenanstrich

Vor einem langlebigen Fassadenanstrich steht immer die Diagnose. Die folgenden Prüfungen zeigen, worauf ein Malermeister achtet.

1

Sichtprüfung

Aus Abstand und aus der Nähe werden Algen, dunkle Ablaufspuren, Risse, Abplatzungen, Feuchteflecken, Sockelschäden, Fensteranschlüsse und Wetterseiten geprüft. Die Lage des Schadens ist entscheidend.

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Wischtest

Bleibt eine mehlige Schicht an Hand oder Tuch zurück, kreidet die Altbeschichtung. Dann haftet ein neuer Anstrich ohne Reinigung, Verfestigung und Grundierung nicht zuverlässig.

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Klebeband- oder Hafttest

Lösen sich beim Abziehen deutliche Farbschuppen, ist die Altbeschichtung nicht tragfähig. Dann muss sie entfernt oder systemgerecht überarbeitet werden, bevor neu gestrichen wird.

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Wasserprobe

Zieht Wasser schnell oder ungleichmäßig ein, saugt der Untergrund stark. Das kann zu Flecken, ungleichmäßiger Trocknung und schwacher Bindung führen. Eine passende Grundierung gleicht die Saugfähigkeit an.

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Rissbild-Analyse

Haarrisse, Putzrisse, Anschlussrisse und konstruktive Risse haben unterschiedliche Ursachen. Entscheidend sind Breite, Tiefe, Verlauf und Bewegung. Farbe allein ist keine Risssanierung.

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Feuchte- und Sockelprüfung

Der Sockel ist durch Spritzwasser, Erde, Schnee, Tausalze und Pflanzen besonders belastet. Abplatzungen, Salzausblühungen, Blasen und dunkle Feuchteränder müssen vor dem Anstrich bewertet werden.

7

Farbton- und WDVS-Prüfung

Dunkle Farbtöne können Fassaden stark aufheizen. Besonders bei Wärmedämmverbundsystemen sind Hellbezugswert und TSR-Wert wichtig, damit die Beschichtung zum System passt.

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Meisterblick statt Bauchgefühl

Die Kombination der Prüfungen zeigt, ob Reinigung, Anstrich, Putzsanierung, Risssanierung, WDVS-Prüfung oder Altbau- beziehungsweise Denkmalschutzberatung sinnvoll ist.

Risse richtig einordnen: feiner Haarriss oder ernstes Warnsignal?

Nicht jeder Riss ist gleich kritisch. Ein feiner, oberflächlicher Haarriss kann oft anders behandelt werden als ein tiefer, diagonal verlaufender Riss über einem Fenstersturz. Entscheidend ist, ob der Riss nur in der Beschichtung liegt, den Putz betrifft oder auf Bewegung im Bauteil hinweist.

Rissart Typisches Bild Was fachlich zu prüfen ist
Haarrisse sehr fein, oft netzartig Oberfläche, Altbeschichtung, Feuchtebelastung, rissüberbrückender Aufbau
Putzrisse sichtbare Linien im Oberputz Risstiefe, Putzfestigkeit, Ursache, geeignete Sanierung vor dem Anstrich
Anschlussrisse an Fenstern, Türen oder Bauteilübergängen Anschlussdetails, Bewegung, Fugen, Wasserführung
Konstruktive Risse tiefer, diagonal, wiederkehrend oder breiter werdend mögliche Bewegung im Baukörper, gegebenenfalls weitere Fachprüfung

Algen und Pilze an der Fassade: Schmutz, Schaden oder Warnsignal?

Grünliche, graue oder schwarze Beläge entstehen häufig durch Algen, Pilze oder andere Mikroorganismen. Sie treten besonders an feuchten, schattigen oder langsam abtrocknenden Fassadenflächen auf, etwa an Nordseiten, unter Bäumen, im Spritzwasserbereich oder an konstruktiven Details mit ungünstiger Wasserführung.

Das Umweltbundesamt beschreibt Algen- und Pilzbewuchs an Fassaden zunächst als sichtbaren Belag, der nicht automatisch die bauphysikalische Funktion der Fassade beeinträchtigt. Gleichzeitig beeinflussen Konstruktion und Standort das Risiko deutlich. Mehr zu Algen, Pilzen und biozidarmen Lösungen beim Umweltbundesamt.

Experten-Hinweis: Algen sind nicht automatisch ein Bauschaden. Sie sind aber fast immer ein Hinweis auf Feuchteverhältnisse. Wer nur reinigt und streicht, ohne Standort, Dachüberstand, Sockel, Fensterbankanschlüsse und Wasserführung zu prüfen, sieht den Bewuchs häufig wieder.

Biozid oder biozidarm? Warum Fassadenschutz differenziert geplant werden sollte

Biozide können Fassadenbeschichtungen gegen mikrobiellen Bewuchs unterstützen. Gleichzeitig können Wirkstoffe aus Schutzschichten ausgewaschen werden. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass Biozide aus Baumaterialien im Außenbereich in die Umwelt gelangen können und deshalb risikobewusst eingesetzt werden sollten. Mehr zur Biozidauswaschung aus Fassaden beim Umweltbundesamt.

Eine langlebige Fassade entsteht daher nicht durch maximale Chemie, sondern durch ein stimmiges Gesamtkonzept aus Untergrundprüfung, Wasserführung, Putzsystem, Beschichtung, Standortbewertung und Wartung.

Welche Fassadenfarbe passt zu welchem Untergrund?

Die richtige Fassadenfarbe hängt nicht nur vom gewünschten Farbton ab. Entscheidend sind Untergrund, Altbeschichtung, Feuchtebelastung, Lage, WDVS, Denkmalschutz und bauphysikalische Anforderungen.

Sto unterscheidet bei Fassadenfarben unter anderem Dispersionsfarben, Silikonharz-Fassadenfarben und Silikat-Fassadenfarben. Silikonharzfarben verbinden Wasserabweisung mit guter Diffusionsfähigkeit, während Silikatfarben mineralisch gebunden sind und besonders für mineralische Untergründe sowie historische Fassaden interessant sein können. WDVS-Fassaden brauchen aufeinander abgestimmte Systemlösungen. Mehr zu Fassadenfarben und Untergründen bei Sto.

Fassadentyp Häufig passende Richtung Worauf Schneider Malerbetrieb achtet
Mineralischer Putz Silikat- oder Silikonharzsystem Saugfähigkeit, Festigkeit, Alkalität, Altbeschichtung
Alte Dispersionsbeschichtung Dispersions- oder Silikonharzsystem Haftung, Kreidung, Tragfähigkeit der Altbeschichtung
WDVS-Fassade systemkonforme Fassadenbeschichtung Hellbezugswert, TSR-Wert, Risse, Feuchtemanagement
Altbau oder Denkmal mineralische oder objektspezifische Systeme historische Substanz, Diffusion, Vorgaben, Farbfassung
Stark bewitterte Wetterseite besonders witterungsbeständige Systeme Schlagregen, UV-Belastung, Vorarbeiten, Schutzwirkung
Algengefährdete Nordseite feuchteregulierendes, passend geplantes System Standort, Wasserführung, Bewuchsursache, Biozidfrage

Dunkle Fassadenfarben und WDVS: Hellbezugswert und TSR verstehen

Dunkle Fassadenfarben sind beliebt, aber technisch anspruchsvoll. Der Hellbezugswert beschreibt, wie viel sichtbares Licht ein Farbton reflektiert. Schwarz liegt bei 0, Weiß bei 100. Caparol erklärt außerdem, dass der TSR-Wert das Aufheizverhalten einer Oberfläche umfassender beschreibt, weil er auch weitere Anteile der Sonnenstrahlung berücksichtigt. Mehr zu Hellbezugswert und TSR bei Caparol.

Die einfache Regel lautet: Je dunkler der Farbton und je empfindlicher der Aufbau, desto wichtiger ist ein geprüftes Fassadensystem. Gerade bei WDVS sollte die Farbgestaltung nicht nach Bauchgefühl entschieden werden.

Streichen, sanieren oder dämmen: die Entscheidungstabelle

Die folgende Tabelle gibt eine erste Orientierung. Sie ersetzt keine Vor-Ort-Prüfung, hilft aber dabei, typische Schadensbilder besser einzuordnen.

Beobachtung an der Fassade Was dahinterstecken kann Sinnvolle nächste Maßnahme
Oberfläche wirkt nur verschmutzt, keine Risse, keine Abplatzungen normale Alterung, Schmutzablagerung Reinigung und Prüfung, eventuell neuer Anstrich
Farbe kreidet stark verwitterte Altbeschichtung Reinigung, Verfestigung, Grundierung, neuer Systemanstrich
Einzelne feine Risse Putz- oder Beschichtungsrisse Rissprüfung, rissüberbrückendes System prüfen
Tiefe oder diagonal verlaufende Risse mögliche Bewegung im Bauteil Fachprüfung, gegebenenfalls weitere Ursachenanalyse
Putz platzt ab Feuchte, Frost, mangelhafte Haftung, Untergrundschaden Putzsanierung vor Beschichtung
Grüne Nordseite lange Feuchtedauer, Verschattung, Bewuchs Ursachen prüfen, reinigen, systemgerecht beschichten
Schäden im Sockelbereich Spritzwasser, Salze, Feuchtebelastung Sockelsanierung und Feuchtekonzept
Sehr dunkler Wunschfarbton auf WDVS hohe thermische Belastung Hellbezugswert, TSR und Systemfreigabe prüfen
Fassade wird ohnehin eingerüstet und Putz erneuert energetische Anforderungen können relevant werden GEG, Dämmung und Förderung prüfen
Altbau oder Denkmalverdacht historische Substanz, besondere Vorgaben Altbausanierung & Denkmalschutz einbeziehen

GEG und Förderung: Wann es bei der Fassade wichtig wird

Viele Eigentümer fragen: Muss ich dämmen, wenn ich meine Fassade nur streichen lasse?

Nach Angaben der Verbraucherzentrale greift das Gebäudeenergiegesetz nicht, wenn ein Haus nur neu gestrichen wird. Werden jedoch Bauteile verändert oder modernisiert, etwa wenn der Putz einer Fassade erneuert wird, können energetische Mindeststandards relevant werden. Mehr zum GEG bei der Verbraucherzentrale.

Bei förderfähigen Maßnahmen an der Gebäudehülle nennt das BAFA unter anderem die Dämmung von Außenwänden sowie die Erneuerung oder Aufbereitung von Vorhangfassaden. Für Wohngebäude beträgt der Grundfördersatz bei Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle 15 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Bei Umsetzung als Teil eines individuellen Sanierungsfahrplans kann ein zusätzlicher iSFP-Bonus von 5 Prozent möglich sein. Die Antragstellung erfordert die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten. Mehr zu BAFA Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle.

Wann sich die Prüfung von GEG und Förderung besonders lohnt

  • Die Fassade wird ohnehin eingerüstet.
  • Putzflächen werden großflächig erneuert.
  • Ein Altbau soll energetisch modernisiert werden.
  • Ein WDVS ist geplant oder muss erneuert werden.
  • Das Gebäude soll verkauft, vermietet oder langfristig aufgewertet werden.
  • Heizkosten sollen durch Maßnahmen an der Gebäudehülle reduziert werden.

Wichtig: Dieser Beitrag ersetzt keine Energieberatung und keine Fördermittelberatung. Er zeigt aber, wann Eigentümer genauer hinschauen sollten.

Was beeinflusst die Kosten eines Fassadenanstrichs?

Eine seriöse Preisangabe für Fassadenarbeiten ist ohne Besichtigung kaum möglich. Zu unterschiedlich sind Fassadenfläche, Gerüstbedarf, Untergrundzustand, Schadensbild, Farbton, Materialsystem und Vorbereitung.

Fläche und Gerüst

Größe, Gebäudehöhe, Zugänglichkeit, Gerüststellung und Schutzmaßnahmen beeinflussen den Aufwand stark.

Untergrund und Schäden

Kreidung, Risse, Abplatzungen, Sockelschäden, Feuchte oder lose Altbeschichtungen entscheiden über die Vorarbeiten.

Material und System

Grundierung, Zwischenbeschichtung, Schlussbeschichtung, WDVS-Anforderungen und Farbtonwahl bestimmen die fachliche Lösung.

Ein günstiger Fassadenanstrich kann teuer werden, wenn die Vorbereitung fehlt. Ein fachgerechter Fassadenaufbau kostet mehr Zeit, schützt aber die Investition. Oder anders gesagt: Nicht die Farbe macht den Preis, sondern der Zustand der Fassade.

Für eine transparente Einschätzung empfiehlt sich ein Vor-Ort-Termin über die Seite Kontakt.

Braunschweiger Besonderheiten: Altbau, Wetterseiten, Fachwerk und Denkmalschutz

In Braunschweig und Umgebung treffen unterschiedliche Gebäudetypen aufeinander: Einfamilienhäuser, Altbauten, Mehrfamilienhäuser, Gewerbeobjekte, Fachwerkbestand, modernisierte Fassaden und gedämmte Gebäude.

Gerade bei Altbauten sollte die Fassade nicht isoliert betrachtet werden. Alte Putze, frühere Beschichtungen, Feuchtebelastung, Denkmalschutz und bauphysikalische Anforderungen beeinflussen die Materialwahl. Wer historische Substanz erhalten möchte, braucht ein anderes Vorgehen als bei einer Standard-Putzfassade.

Altbau und Denkmal

Für historische Substanz, besondere Farbfassungen und sensible Untergründe: Altbausanierung & Denkmalschutz.

Gewerbe und Objekte

Für Firmengebäude, Praxen, Läden und Mehrfamilienhäuser: gewerbliche Objekte & Projekte.

Mehrere Gewerke

Wenn Fassade, Innenräume, Böden oder Renovierungsschritte zusammenhängen: Rundum-Sorglos-Paket.

Webtool: Die Schneider Fassaden-Ampel

Damit Hauseigentümer schneller verstehen, was ihre Fassade wahrscheinlich braucht, eignet sich ein interaktives Webtool direkt im Artikel: die Schneider Fassaden-Ampel.

Tool-Blueprint

Fassaden-Ampel Braunschweig

Streichen, sanieren oder dämmen? Beantworten Sie wenige Fragen zu Gebäude, Untergrund, Schäden, Wetterseite und Farbtonwunsch. Die Ampel zeigt, welche Maßnahme wahrscheinlich sinnvoll ist.

Eingaben

  • Gebäudetyp: Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Gewerbe, Altbau
  • Letzter Fassadenanstrich
  • Untergrund: Putz, WDVS, Fachwerk, unbekannt
  • Schäden: Algen, Risse, Kreidung, Abplatzungen, Feuchte
  • Lage: Nordseite, Wetterseite, Schatten, Bäume, Spritzwasser
  • Wunsch: Optik, Werterhalt, Verkauf, energetische Sanierung
  • Farbton: hell, mittel, dunkel, sehr dunkel
  • Optional: Foto-Upload

Ausgabe

Das Tool liefert keine Ferndiagnose, sondern eine erste Orientierung mit Ampel-Logik, Priorität und passenden internen Links.

Grün

Reinigung oder kleine Ausbesserung könnte ausreichen.

Gelb

Fassadenanstrich mit Untergrundvorbereitung ist wahrscheinlich sinnvoll.

Orange

Putz-, Riss- oder Sockelsanierung sollte geprüft werden.

Rot

Vor-Ort-Check empfohlen, etwa bei Feuchte, tiefen Rissen, WDVS, GEG oder Denkmalverdacht.

So läuft ein professioneller Fassaden-Check vor Ort ab

1

Gesamte Fassade sichten

Wetterseiten, Schattenseiten, Sockel, Fensterbereiche, Dachüberstände und wiederkehrende Schadensmuster werden aufgenommen.

2

Untergrund prüfen

Wischtest, Hafttest, Saugfähigkeit, Putzfestigkeit und Altbeschichtung zeigen, ob ein neuer Anstrich technisch sinnvoll ist.

3

Schäden bewerten

Risse, Algen, Feuchte und Sockelprobleme werden nicht isoliert betrachtet, sondern auf mögliche Ursachen geprüft.

4

System auswählen

Je nach Untergrund kommen mineralische Systeme, Silikonharzfarben, Dispersionsbeschichtungen, rissüberbrückende Systeme oder WDVS-Lösungen infrage.

5

Farbton und Gestaltung planen

Farbton, Putzstruktur, Architektur, Umgebung, Hellbezugswert und gewünschte Wirkung werden abgestimmt.

6

Transparentes Angebot erstellen

Erst nach Prüfung von Fläche, Gerüst, Vorarbeiten und Systemaufbau ist eine seriöse Kalkulation möglich.

Wann Sie sofort handeln sollten

Nicht jede optische Veränderung ist ein Notfall. Bei diesen Anzeichen sollten Sie jedoch nicht zu lange warten:

  • Putz fällt in Stücken ab.
  • Risse werden größer oder verlaufen diagonal.
  • Feuchteflecken wachsen sichtbar.
  • Der Sockel platzt auf.
  • Farbe blättert großflächig ab.
  • Die Fassade bleibt dauerhaft feucht.
  • Wasser läuft sichtbar über beschädigte Bauteilanschlüsse.
  • Bei WDVS entstehen Beulen, hohle Stellen oder Verformungen.
  • Innenräume zeigen zusätzlich Feuchte- oder Schimmelspuren.

Wenn zusätzlich innen Schimmel sichtbar wird, hilft der Schimmel-Notfallplan von Schneider Malerbetrieb als erste Orientierung.

Fazit: Die beste Fassadenentscheidung beginnt mit Diagnose

Eine Fassade sollte nicht einfach überstrichen werden. Ein fachgerechter Fassadenanstrich beginnt mit einer sauberen Diagnose:

  • Ist der Untergrund tragfähig?
  • Kreidet oder sandet die Oberfläche?
  • Gibt es Risse oder Putzschäden?
  • Woher kommen Algen oder Feuchte?
  • Passt der gewünschte Farbton zum Untergrund?
  • Ist ein WDVS vorhanden?
  • Wird nur gestrichen oder auch Putz erneuert?
  • Sind GEG, Förderung oder Denkmalschutz relevant?

Wenn diese Fragen sauber beantwortet sind, lässt sich entscheiden, ob Streichen reicht, eine Fassadensanierung nötig ist oder eine Dämmung geprüft werden sollte.

Ihre Fassade in Braunschweig

Sie möchten wissen, was Ihre Fassade wirklich braucht?

Schneider Malerbetrieb prüft Untergrund, Schadensbild, Farbtonwunsch und Sanierungsziel vor Ort. So entsteht ein Angebot, das fachlich passt und keine wichtigen Vorarbeiten übersieht.

FAQ: Häufige Fragen zu Fassadenanstrich, Sanierung und Dämmung

Muss ich meine Fassade dämmen, wenn ich sie nur streichen lasse?

Nein. Wenn die Fassade nur neu gestrichen wird, greift das Gebäudeenergiegesetz laut Verbraucherzentrale nicht. Anders kann es aussehen, wenn Putz oder Bauteile erneuert beziehungsweise modernisiert werden. Dann sollten GEG-Anforderungen, Energieberatung und Fördermöglichkeiten geprüft werden.

Sind Algen an der Fassade gefährlich?

Algen sind nicht automatisch ein Bauschaden. Oft sind sie zunächst ein optisches Problem. Sie zeigen aber, dass die Fassade lange feucht bleibt oder ungünstige Standortbedingungen vorliegen. Deshalb sollte nicht nur gereinigt, sondern auch die Ursache geprüft werden.

Wann reicht ein neuer Fassadenanstrich?

Ein neuer Fassadenanstrich kann reichen, wenn der Untergrund tragfähig, sauber, trocken, fest und rissarm ist. Kreidende, sandende oder lose Altbeschichtungen müssen vorher fachgerecht vorbereitet werden.

Wann muss eine Fassade saniert werden?

Eine Fassadensanierung wird wahrscheinlicher, wenn Putz abplatzt, Risse tiefer sind, Feuchte im Sockelbereich sichtbar wird, Altbeschichtungen nicht mehr haften oder der Untergrund geschädigt ist.

Kann man ein WDVS dunkel streichen?

Ja, aber nur mit technischer Prüfung. Bei dunklen Farbtönen auf WDVS sind Hellbezugswert und TSR-Wert wichtig, weil dunkle Oberflächen stärker aufheizen können. Besonders bei WDVS sollten nur systemkonforme Lösungen eingesetzt werden.

Was kostet ein Fassadenanstrich in Braunschweig?

Die Kosten hängen von Fassadenfläche, Gerüst, Untergrundzustand, Rissen, Sockel, Reinigungsaufwand, Materialsystem und Farbton ab. Eine seriöse Einschätzung ist erst nach einer Besichtigung möglich.

Welche Jahreszeit eignet sich für Fassadenarbeiten?

Fassadenarbeiten benötigen geeignete Temperatur- und Witterungsbedingungen. Zu starke Hitze, Regen, Frost, hohe Luftfeuchtigkeit oder direkte intensive Sonneneinstrahlung können Verarbeitung und Trocknung beeinträchtigen. Frühling, Frühsommer und Frühherbst sind häufig gut geeignet, wenn Wetter und Untergrund passen.

Welche Fassadenfarbe ist die beste?

Die beste Fassadenfarbe gibt es nicht pauschal. Die passende Lösung hängt von Untergrund, Altbeschichtung, Feuchtebelastung, WDVS, Farbtonwunsch und bauphysikalischen Anforderungen ab. Silikat-, Silikonharz- und Dispersionssysteme haben jeweils unterschiedliche Stärken.

Fachquellen und weiterführende Informationen